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     Linx haizt ain luhs. der hât sô scharpfiu augen, daz er durch starch wend siht. des gelaub ich niht. sein harm wirt zuo ainen edeln stain, der haizet ligurius. iedoch verpirgt der luhs den harm, wenne er in laezt, daz der mensch den stain niht vind. war zuo aber der stain nütz sei, daz wirt her nâch kunt.

(Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, 1349)

Lynx heißt ein Luchs. Der hat so scharfe Augen, daß er durch dicke Wände sieht. Das glaube ich nicht. Sein Harn wird zu einem Edelstein, der Ligurius heißt. Jedoch versteckt der Luchs den Harn, wenn er ihn läßt, damit der Mensch den Stein nicht findet. Wozu aber der Stein gut sein soll, das wird gleich mitgeteilt. (frei übersetzt)

Cougar, Puma, Jaguar, Ozelot und wie Wildkatzen auch genannt werden: sie werden verfolgt und getötet, sind fast ausgerottet, und überdies werden ihre Namen, die ihnen Menschen gegeben haben, von einer unersättlichen Wirtschaft und Werbeindustrie mißbraucht. Sie teilen damit das Schicksal der nordamerikanischen Ureinwohner, deren Namen - Cheyenne, Apache usw. - ebenfalls auf Produkte draufgeklebt oder sogar als Markenbezeichnungen gesetzlich geschützt werden. Aus der Sicht der zivilisierten Menschheit, die gerade dabei ist, ihren derzeitigen Heimatplaneten unbewohnbar zu machen, ist kein Platz für Wilde.

Allenfalls in Zoos oder als Angeber-Haustiere, in "Naturfilmen" mit ihren zum Teil gestellten Aufnahmen, in Reservaten, Nationalparks oder als Alternativmedizinmänner, Schamanen oder folkloristische Einlagen sind beide noch geduldet.

Bei manchen Völkern Nordamerikas (Natives) ist es üblich, Kinder, aber auch Erwachsene, nach Wildkatzen zu nennen, "kleiner Luchs" oder "starker Puma". Es verwundert nicht, daß Katzen auch in ihren - mündlich überlieferten - Geschichten vorkommen. Ein Beispiel: Der Luchs und sein Sohn. Die Angehörigen dieser Völker gehören zwar auch zur "Menschheit", sie sind die wenigen Überreste früherer Jäger- und Sammlerkulturen und nur mit aller zur Verfügung stehenden Gewalt in die westliche Zivilisation eingemeindet worden.

Sowohl Natives als auch Wildkatzen lassen sich letztlich nicht eingemeinden oder vereinnahmen.

Auf unseren Wildkatzen-Seiten wird nicht kategorisiert und klassifiziert. Dafür gibt es bereits ausgezeichnete Websites (siehe Links); zu nennen ist besonders die Cat Specialist Group HomePage des IUCN. Leider sind praktisch alle relevanten Informationen über Wildkatzen im Internet fast nur auf Englisch verfügbar. Zoologen und Wildbiologen benutzen diese Sprache sowieso. Organisationen, die im Wildkatzenbereich tätig sind, sind, mit Ausnahme des WWF-Deutschland, in Ländern beheimatet, in denen Englisch Muttersprache oder Verkehrssprache mit der Außenwelt ist (wie z.B. Norwegen). Vielleicht werden in nächster Zeit auch Seiten aus osteuropäischen Ländern hinzukommen, denn dort ist z.B. der Luchs zu Hause.

Einige Websites bieten Informationen über Wildkatzenindividuen, mit Fotos, manche sogar mit Soundfiles (z.B. Cat House / Feline Conservation Center (FCC)). Alle diese Sites gehören aber bezeichnenderweise nicht zu Zoos, sondern zu Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die einzelne Wildkatze, die als Haustier, Filmtier, Zirkustier, Pelztier usw. ge- und mißbraucht wurde, vor dem Tod zu retten und ein Überleben wenigstens unter Zoobedingungen zu sichern. Die Seiten sind unten auf "Wildkatzen als Haustiere" als Links aufgeführt.

Heide-Marie Fahrenholz schreibt in ihrem Buch "Meine Wildkatzen" (mehr dazu hier): "Die Einzelschicksale der Tiere kümmern niemanden. Das fällt unter die Sparte Tierschutz, eine unbedeutende «Abart» des Naturschutzes. Sich ihrer anzunehmen, überläßt man getrost den «Katzentanten», die sich, vom Gesetz im Stich gelassen, mit viel gutem Willen ausgestattet, aber mit noch mehr Machtlosigkeit, diesem Problem auch heute noch gegenübersehen." (73)

Die professionellen Naturschutzorganisationen kümmern sich vor allem um die Arterhaltung. 

Last Update: 14.10.12

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